Über uns
Das Gislerprotokoll
Stereotype Darstellungen sind in Werbung und Kommunikation noch immer weit verbreitet. Gleichzeitig trägt die Kommunikations- und Marketingbranche heute mehr Verantwortung denn je: Sie prägt Bilder, Geschichten und Rollen. Und damit auch, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen.
Das Gislerprotokoll setzt sich für eine vielfältige und realistische Repräsentation der Schweizer Gesellschaft in Kommunikation, Marketing und Werbung ein. Dabei geht es nicht nur um Gleichstellung, sondern auch um die Gleichwertigkeit unterschiedlicher Lebensentwürfe.
Das Gislerprotokoll ist eine schweizweite Initiative und als Verein organisiert. Der Name ist Doris Gisler-Truog gewidmet, einer Werberin, die ab 1969 mit ihrer Kampagnenarbeit massgeblich zur Einführung des Schweizer Frauenstimmrechts beitrug.
Geschichte

Das Gislerprotokoll wurde 2021 von Nina Bieli und Annette Häcki gegründet, damals beide bei der Agenturgruppe Jung von Matt tätig. Jung von Matt gilt damit auch als Geburtsstätte des Gislerprotokolls. Die Agenturgruppe hat die Initiative von Beginn weg unterstützt und begleitet den Verein weiterhin bei seiner Tätigkeit.
Seit 2022 ist das Gislerprotokoll als unabhängiger Verein organisiert und lebt vom Engagement seiner über 240 Mitglieder.
Gewidmet ist das Gislerprotokoll Doris Gisler-Truog. Die bekannte Werberin war von 1968-1971 mit ihrer Werbeagentur «Gisler & Gisler» verantwortlich für die Ja-Kampagne zum Frauenstimmrecht. Mit dem Slogan «Den Frauen zuliebe – ein männliches Ja», den sie zuerst für den Kanton Zürich konzipierte und der schiesslich von mehreren Kantonen übernommen wurde, trug sie massgeblich dazu bei, dass Frauen in der Schweiz das Stimm- und Wahlrecht erlangten.
Das Gislerprotokoll in den Medien
- Stereotypen adé? In der Schweizer Werbung tut sich was, SRF (2024)
- Grossteil von Spots stellt Geschlechter stereotyp dar, persoenlich.com (2024)
- Gislerprotokoll: «Mehr Vielfalt bedeutet auch mehr Kreativität», m&k (2023)
- Gislerprotokoll: Stereotypen-Analyse – Das Klischee dominiert noch immer, m&k (2023)
- 50 Mitglieder dabei, 149 Werbungen analysiert, persoenlich.com (2022)
- Das Gislerprotokoll ist jetzt ein Verein, m&k (2022)
- «Wir haben Frauen nie dumm dargestellt», persoenlich.com (2022)
- #Gislerprotokoll: Kampf den Klischees, m&k (2021)
Ziele
Das Gislerprotokoll und seine Mitglieder setzen sich für eine vielfältige Darstellung der Gesellschaft in Kommunikation, Marketing und Werbung ein. Ziel ist es, diskriminierende Sprache und stereotype Rollenbilder zu vermeiden und Raum zu schaffen für inspirierende, relevante und zeitgemässe Kommunikation.
Der Verein berät sowohl seine Mitglieder als auch weitere Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung inklusiver Kommunikationsmittel. Dabei steht die individuelle Begleitung im Vordergrund: Jedes Unternehmen, jede Agentur und jede Ausgangslage ist anders. Auch im Bereich DEI (Diversity, Equity, Inclusion) gibt es keinen Ansatz von der Stange. Vielmehr hat es sich das Gislerprotokoll zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit seinen Mitgliedern viele kleine Schritte zu gehen, um zu einem grossen Ergebnis zu gelangen.







